Jahr
2025 – 2026
Deliverables
- Positionierung
- Branding und Design
- Inhaltsrecherche und Redaktion
- Website-Relaunch
- domainbasierte strukturierte Daten mit Aivis-OS
Von der Frage eines Patienten zur Antwort der Praxis
Wer plötzlich schwarze Punkte im Sichtfeld bemerkt, sucht zunächst eine Erklärung.
Für die Augenpraxis Röscheisen habe ich solche Fragen zum Ausgangspunkt eines neuen Auftritts gemacht: recherchierte Inhalte, ärztlich geprüft, eine klare Positionierung und die domainbasierte Auslieferung mit Aivis-OS.
Am Anfang
Eine Beobachtung.
Die bisherige Website war alt und kaum noch zu pflegen. Die Praxis wollte die Besucher aus der Suche zurückgewinnen, die ihr verloren gegangen waren. AI Visibility stand zunächst nicht auf ihrer Liste. Meine Aufgabe war ein zeitgemässer Auftritt, der Menschen mit ihren Fragen zur Praxis führt.
Mich beschäftigte dabei eine Szene: Jemand bemerkt morgens, dass er anders sieht, und fragt Google, was dahinterstecken könnte. Er kennt seine Beobachtung. Den medizinischen Fachbegriff kennt er noch nicht.
Auf solche Fragen antwortet Google heute neben den Links auch mit einer KI-Antwort, den AI Overviews. Auf sie richtete ich die Inhaltsarbeit aus. Dafür musste die Praxis zu den Fragen, die Menschen wirklich stellen, etwas Verständliches und fachlich Belastbares sagen können.
Die knappen Symptomtexte der alten Website reichten dafür nicht aus. Eine Zeile lässt sich schnell lesen. Viel erklären lässt sich darin selten.

Aus Fragen werden Texte, für die eine Ärztin geradesteht
Ich sammelte mit verschiedenen Werkzeugen die Fragen, die Menschen rund um das Auge stellen, und beschaffte die passende Fachliteratur. Aus den Antworten entstand ein grosser Textbestand: zu Beschwerden, Untersuchungen, Behandlungen und den praktischen Fragen rund um einen Termin.
Dann las Dr. Röscheisen alles fachlich gegen. Sie korrigierte die Texte und passte sie an die Behandlungen an, die ihre Praxis tatsächlich durchführt. Dieser Rücklauf war ein wesentlicher Teil der Arbeit.
Denn allgemeines medizinisches Wissen beschreibt sehr viel mehr, als eine einzelne Praxis anbietet. Was die Praxis selbst durchführt, wozu sie berät und welche Verfahren sie nur erklärt, muss im Text erkennbar sein. Eine Beschreibung der Medizin ist noch kein Leistungsversprechen eines bestimmten Anbieters.
Jeder Text bekam eine Aufgabe. Die Symptomseiten holen Menschen bei ihrer Beobachtung ab. Die Therapieseiten erklären, was sich behandeln lässt. Die Vorsorgeseiten beantworten Fragen, die schon vor Beschwerden entstehen. Die Leistungsseiten zeigen, was die Praxis selbst anbietet. Links verbinden alles und führen zum Kontakt oder zum Termin.
So wird aus einem grossen Textbestand eine benutzbare Website. Die Länge allein hätte uns dabei wenig geholfen.

Fachliche Breite soll sich auch so anfühlen
Der zweite Schritt war die Positionierung. In der Praxis arbeiten mehrere Ärztinnen und Ärzte. Der neue Auftritt sollte diese Breite zeigen und zugleich Eleganz, Geborgenheit und Qualität ausstrahlen.
Als Vorbild für die Gestaltung nahm ich Institute für ästhetische Medizin. Mich interessierte, wie sie fachlichen Anspruch und eine einladende Atmosphäre verbinden. Das übertrug ich auf Marke und Design der Augenpraxis.
Das ist für mich eine inhaltliche Entscheidung. Wer sich wegen seiner Augen sorgt, begegnet auf der Website auch den Menschen und dem Ort, denen er sich anvertrauen soll. Fachliche Erklärung, Bildwelt und Gestaltung müssen dabei zusammenpassen. Ein sorgfältiger Text und ein beliebiger Auftritt würden zwei verschiedene Geschichten erzählen.
Aus der neuen Quelle werden Daten
Die Inhalte waren neu geschrieben und mit der Ärztin geprüft. Was sie fachlich aussagen und was die Praxis tatsächlich anbietet, war damit schon geklärt. Auf dieser Grundlage konnte ich die strukturierte Auslieferung mit Aivis-OS anschliessen.
Aivis-OS erzeugte domainbasierte strukturierte Daten. Die Praxis, die behandelnden Personen, die medizinischen Themen, Untersuchungen und Leistungen sind einmal beschrieben, mit ihren Beziehungen, und jede Seite bekommt daraus, was zu ihr gehört. Keine Angabe wird auf jeder Seite neu festgelegt. Eingespielt wurden die Daten über das WordPress-Plugin von Aivis-OS.
Zum Abschlussstand gehörten 42 seitenbezogene Ausgaben. Am 29. März 2026 meldete ich der Praxis den Abschluss und übermittelte den Statusbericht.
Maschinenlesbarkeit reichte in diesem Projekt von der Patientenfrage bis zur technischen Veröffentlichung. Die Daten setzen fort, was die Inhaltsarbeit begonnen hat. Ihre Qualität beginnt bei dem, was die Praxis tatsächlich sagen und anbieten kann.
Präsenz in der generativen Suche
Was daraus geworden ist, zeigt die Google Search Console vom 21. September 2026. In der Suchleistung stehen für den Beobachtungszeitraum der letzten 6 Monate 5’280 Klicks und 639’020 Impressionen. Der Bericht zu den generativen Suchfunktionen nennt für denselben Zeitraum 53’273 Impressionen; Google fasst darin AI Overviews und AI Mode zusammen.
Am aufschlussreichsten ist die Seite zum «Sehen von schwarzen Punkten»: 28’973 Impressionen im KI-Bericht. Genau eine solche Beobachtung stand am Anfang. Aus ihr wurde ein erklärender Text, den Google in seinen KI-Antworten verlinkt hat.
Arbeitsweise
Kein Zufall, sondern Methode.
Jede Referenz auf dieser Website ist in derselben Reihenfolge entstanden: erst entscheiden, wofür die Marke steht, dann verdichten, was sie trägt, dann entwickeln, was Menschen und Maschinen lesen können, dann ausliefern und prüfen. Wo es Spezialisten brauchte, waren sie dabei. Als Kind wollte ich Lego-Bauer werden. Marken systematisch wirksam zu machen, ist fast genauso befriedigend.
Was ich anbiete
Hier steht normalerweise die Giesskanne einer Digitalagentur, mit Leistungen von UX bis IT. Bei mir steht hier nur eine Aufgabe, aber mit allem, was es dazu braucht: Unternehmen maschinenlesbar machen, damit sie sichtbar bleiben, und zwar als sie selbst. Die Arbeit hat eine Reihenfolge. Einsteigen kannst du dort, wo du gerade stehst. Wie alles zusammenhängt, zeigt die Übersicht.
